Montag, 26. März 2018

Werde auch du zum "Herr der Ringe"

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(Quelle: riva Verlag)

Ringe Training
Hocheffektive Übungen, um Muskeln und
Kraft aufzubauen

Mike Gillette
1. Auflage 2018
Softcover, 112 Seiten
riva Verlag, ein imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
ISBN: 978-3-7423-0452-0
(UVP) € 14,99 [D] 



Zum Autor:

Mike Gillette früher Falschirmjäger bei der Armee, Kommendant im SWAT-Team, Anti-Terror-Experte der Regierung, Bodyguard, Performance Coach - eine Wahnsinns Persönlichkeit eben. Aber eines wird deutlich, er hat sein Leben dem Krafttraining verschrieben. Sein erlangtes Wissen gab er als Trainer und Coach weiter, sowohl an Kampfsportprofis als auch an Nachwuchsathleten. Privat ist Mike Ehemann, Vater und sogar bereits Großvater. 


Inhalt:
Das Buch ist in 5 Kapitel unterteilt. Kapitel 1 gibt eine kurze Einführung in das Ringetraining die Intention betreffend. Im zweiten Kapitel werden kurz und verständlich die Prinzipien erläutert und in Kapitel 3 geht man schon in Übungsabläufe über. Kapitel 4 ist für die Fortgeschrittenen Sportler und im letzten Kapitel des Buches kann man Trainingspläne für sein Ringetraining einsehen. 


Rezension:

Es gibt sicher viele Möglichkeiten des Krafttrainings. Oft kommen neue Trainingsgeräte auf den Markt, bei denen man den Sinn oder Unsinn erfragen möchte. Ost ist es aber auch so, dass die einfachsten und ältesten Trainingsgeräte die effektivsten sind.  So auch die Ringe. Schon im Jahre 1896 gab es einen Olympiasieger an den Ringen, Ioannis Mitropoulos,  ein griechischer Turner, der 1896 an den olympischen Sommerspielen in Athen teilnahm und Olympiasieger beim Turnen an den Ringen wurde.

Die Ringe sind ein Kraftgerät, im Buch werden die Ringe auch als reines Kraftgerät beschrieben, die turnerische Seite ist hierbei unerheblich. Im Buch wird gezeigt, wie vielseitig diese als Kraftsportgerät eingesetzt werden können. Oft trainiert man sich nur eine Muskel-Optik an, baut aber keine wirkliche Kraft auf. An den Ringen wird man direkt in die Schranken gewiesen, wenn dem so ist, denn hier ist Kraft in hohem Maße erforderlich. 

Die Einführung in das Ringetraining in Kapitel zwei erklärt die Prinzipien des Ganzen. Anschaulich wird mit vielen Bildern dargestellt, um was es geht und auf was es ankommt. Es wird erklärt, warum Übungen mit leichtem Bodenkontakt viel einfacher sind, als Übungen gänzlich ohne Bodenkontakt und auch Fehlstellungen werden kurz geschildert, die es zu vermeiden gilt.

Zu Beginn des Kapitels drei mit den Übungsabläufen zeigt man nicht nur, wie man das Kraftgerät sicher montiert, sondern auch, auf was zu achten ist.
Die Übungen, die im Buch beschrieben sind, werden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Von den Horizontalen Übungen geht es über in die Vertikalen Übungen bis hin zum Rumpfstrecken und -beugen. 
Durch die kurze, aber präzise Beschreibung der Übungsabläufe und das Aufzeigen von Ausgangs- und Endposition ist es jedem möglich, richtig zu trainieren. 


Königsdisziplin ist dann das Überkopf-Ringetraining. Hier ist auf jeden Fall ein Trainingspartner von Nöten, der einem in der Ausführung der Übungen unterstützt und vor allem aus Sicherheitsgründen dabei ist.

Aber auch hier ist es wieder alles sehr gut beschrieben und in Bildern dargestellt, so dass auch diese schwierigen Übungen mit Hilfe des Buches kein Problem darstellen.


Im letzten Kapitel gibt es dann noch abgedruckte Trainingspläne, die jeder für sich nutzen kann.

So hat man die Möglichkeit, über die Ringe an seiner Kraft zu arbeiten und ohne viele verschiedene Geräte dennoch ein ganzheitliches und hocheffektives Krafttraining zu absolvieren.


Mein Fazit:

Das Buch hat mich fasziniert. Als man mir das Buch angeboten hatte, war ich skeptisch, ob ich schon bereit bin für solch ein schwieriges Training. Die Übungen sehen leichter aus, als sie tatsächlich sind. Mein Glück ist, dass ich bereits an der Pole-Stange trainiere. Dadurch habe ich ein gutes Kraft-Level. Dennoch merkte ich direkt, wie anspruchsvoll die Übungen an den Ringen sind, zumal diese nicht starr, sondern flexibel sind. Für alle, die mit wenig Mitteln viel Kraft aufbauen möchten, kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Die Ringe sind erschwinglich in der Anschaffung und eine Möglichkeit, diese anzubringen findet sich leicht. 


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich allerdings nicht um ein Rezensionsexemplar, ich habe mir das Buch selbst gekauft, der Verlag hatte mir allerdings die Möglichkeit und Genehmigung zur Rezension gegeben.

Bilder aus dem Buch "Ringetraining" vom riva Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.

Na? Wie war die letzte Laufwoche?

Ja, ich will nicht klagen, war ok. Einen Schock und einen Herzenswunsch gab es :) und viele schöne Bilder hab ich heute im Gepäck......Zuerst am vorletzten Wochenende der Schock: Schnee und das nicht nur so ein wenig, sondern so richtig, aber richtig richtig.


Ach igitt, wie ich dieses Wetter hasse. Keine Ahnung, was viele an der weißen Plage soooo schön finden, dass sie sogar kilometerweit fahren, um dann für teuer Geld weiße Hänge hinunter zu düsen. Ich für meinen Teil bin froh, wenn es unweiß ist. Trotzdem musste gelaufen werden, so war es auf dem Plan, den ich nicht habe :) Also los am Dienstag früh.


Mein Mann ist solange noch zu Hause geblieben, da Marie krank war und das Bett gehütet hatte. Das kleine Zeitfenster am Morgen hab ich dann genutzt, schnell eine kleine Runde zu traben.

Gelaufen bin ich nach Sahlenbach. Wieder igitt, was für eine gottlose Zeit, früh um 7.45 Uhr bin ich los. Nein, das ist nicht meine Zeit.....aber egal, wie heißt es so schön, der Weg ist das Ziel.


Die Wege waren inzwischen gut frei, hatte seit Sonntag/Montag ja auch nicht mehr nachgeschneit. Dennoch prachtvolles weiß, wohin das Auge sah. Aber die Sonne hatte ich gesichtet, einfach nur wunderschön, wie sie sich vor die Wolken schob und zeigte, wer die Herrin des Himmels wirklich ist.


Der Himmel war richtig schön blau, es ging kaum ein Wind und zum anschauen ist die verschneite Landschaft ehrlich gestanden schon schön. Aber nun genug geschwärmt, reicht. Hatte ich erwähnt, wie ich den Winter hasse :) ja gel, weiter oben........


Na jedenfalls war das Lauftraining am Ende erfolgreich absolviert. Gute 5 km und eine halbe Stunde später war ich wieder im muckeligen Zuhause und schickte ein Gebet auf besseres Wetter nach oben. Das wurde wohl erhört, denn am Samstag war mein zweiter Lauf für die letzte Woche. Leider konnte ich zwischen Dienstag und Freitag nicht laufen, da ich an meinem Rückentattoo weiter arbeiten ließ und so ein paar Tage der Heilung anstanden. Gerade bei feinen Arbeiten muss man aufpassen, sonst vernarbt alles. Sport ist hier eher kontraproduktiv.

Aber dann. Samstag früh war ich kurz nochmal bei Markus Weiler, einem Physiotherapeuten und habe nach meinem Muskel im rechten Bein schauen lassen. So langsam wird es. Er hat nochmal ein Tape angelegt und ich hab mir die Absolution von ihm geholt, dass ich an dem Tag den letzten großen Lauf vor Freiburg machen kann. Kann ich und tat ich und ich freute mich schon sehr darauf, da es eine Seestrecke werden sollte und die von viel Sonne begleitet war.


Da mein Mann und ich noch auf die IBO wollten, hatte ich einen raffinierten Plan entwickelt. Ich ließ mich in Hagnau aussetzen, direkt an der Straße, nur ich, meine Laufschuhe und eine Trinkflasche an der Hüfte. Und ich strahlte mit der Somme um die Wette, das könnt ihr mir glauben.


Seht ihr, wie dunkel sich die Brille getönt hat??? DAS ist das Zeichen dafür, dass die Sonne gaaaaaanz hell schien :)


Von Hagnau aus ging es weiter in Richtung Immenstaad. Hier musste ich kurz weg vom See, an der B31 laufen. Aber nicht weiter wild. Man kann nirgends die Bodenseestrecken komplett am Wasser laufen, auch nicht von Überlingen nach Stockach.


In Immenstaad konnte ich dann aber wieder runter an den See. Der See ist wie ein Magnet, immer zieht es einen nach rechts runter in seine Richtung hat man das Gefühl. Belohnt wird man dann mit solchen Traumkulissen.


In Immenstaad dann fast komplett am Wasser entlang gelaufen, vorbei an vielen schönen und sehenswerten Stellen wie hier an einem kleinen Häuschen namens "Seewärts". Wie treffend.


Immenstaad zieht sich, ich glaube fast 2 km bin ich dort im Ort am See entlang gelaufen. Oben auf der B31 kommt einen das gar nicht so lang vor. Die Sicht ein Traum, man schaut in Richtung Schweiz/Österreich und konnte die Berge richtig klar sehen.


Dann ging es raus aus Immenstaad und leider wieder ein kurzes Stück an der B31 entlang. Ich hielt mich immer an die Radroute, die wurde dann, sofern Seezugang, als Alternativroute am See zu dem Fahrradweg an der B31, ausgezeichnet. Hier also erst einmal wieder zurück an die B31, vorbei an  der Firma Airbus.........und laut Schild ist Friedrichshafen nur noch 8,4 km entfernt.


Puuuh, aber schon noch ein ganzes Stück, bedenkt man, dass ich ja zur Messe wollte. Nun gut, weiter ging es nach und durch Fischbach. Wahnsinnig viel Autoverkehr begleitete mich das Stück über an der B31, wahnsinnig, wie voll, aber die Osterferien haben schon begonnen und so war es klar, dass es die Menschen in den "Süden" zieht.


In Fischbach dann konnte ich wieder in Richtung See und bis Friedrichshafen dort auch bleiben. Seht ihr die Sonnenstrahlen? Einfach nur toll, die Sonne suchte die Erde, hat mich auch gefunden :)


Schon ein wenig kaputt war ich zu dem Zeitpunkt schon, aber eher, weil ich langsam anfing zu schwitzen. Dennoch wollte ich mich nicht entkleiden, all zu oft macht man das zu früh, ist verschwitzt und am Ende durch den Schweiß und die doch noch kühle Luft ein wenig angeschlagen. Das wollte ich vor Freiburg nun wirklich nicht riskieren, also nur das Stirnband abgemacht.


Und weiter ging es. Zwischen Fischbach und Friedrichshafen musste ich mich dann durch eine Horde Menschen quälen, einer egoistischer als der andere. Ich lief schon vorsichtig, ich bin in solchen Dingen eher zurückhaltend und umsichtig, aber manche bleiben mit aller Gewalt stehen und pöbeln noch rum.


Kurz vor Friedrichshafen noch vorbei an einer schönen Ferienanlage mit niedlichen kleinen Hexenhäuschen.


Und dann endlich angekommen in Friedrichshafen City. Aber auch hier Menschenmassen, Menschenmassen, Menschenmassen. Puuuh, da musste ich aber noch durch.


Zumindest bis zum Zeppelin-Museum/Busbahnhof. Ging ganz gut und ab da war es dann auch wieder weniger menschenlastig, dafür aber sehr autolastig.


Um an die Messe zu gelangen bin ich dem Radweg dorthin gefolgt. Dieser verläuft direkt an der Hauptverkehrsstrecke.


Noch vorbei am Flughafengelände und kurz Fernweh bekommen. Das war aber gleich wieder weg, bedenkt man, dass wir hier wohnen, wo andere für viel Geld Urlaub machen :) Also alles gut, ich bleibe hier, hier ist es schön, hier sind meine Lieben, hier bin ich zu Haus.


Also lassen wir die Ferienflieger hinter uns und weiter gehts, Endspurt zum Messegelände, das war zum Greifen nah. Nur noch wenige Kilometer.


Dort angekommen war ich stolz und glücklich, dass ich mit meinen Hufen "ins Ziel kam". Kurz einen Schluck zu mir genommen, den Rest der Flasche und dann ab zum Erfrischen und umziehen.


Ich hatte eine Tasche mit Waschsachen und Kleidung gerichtet, die mein Mann dort in einem Schließfach deponiert hatte. Schnell umgezogen und dann geschlemmt und geschaut auf der IBO, eine Messe, die wir jedes Jahr besuchen und das immer mit viel Freude. Schön wars, der Lauf und auch der Messebesuch.

Man mag es kaum glauben, dass all die Bilder in ein und derselben Woche gemacht worden. Angefangen mit 15 cm Neuschnee und aufgehört mit Landschaften, die null darauf schließen lassen, dass hier vor ein paar Tagen noch Schnee lag. Toll, so darf das Wetter bleiben.

Freiburg kann kommen. Schon mit den etwas mehr als 2 Stunden für knapp 21 km jetzt im Trainingslauf bin ich zufrieden. Zielzeit in Freiburg sind 2:15, die werde ich sicher hinbekommen, darauf freue ich mich auch schon sehr. Endlich mal wieder ein Laufwochenende mit Steffi :) Milan und Marie holen uns Sonntag dann dort ab, hin geht es mit dem Flixbus schon am Samstag. Diese Woche noch einen Lauf morgen und ab dann nur noch gemütliche 20 Minuten Läufe, so hat es mir Markus empfohlen. Dann tu ich das mal, schließlich ist er der alte Laufhase :)

Donnerstag, 22. März 2018

Lieber spät als nie - Rückblick auf die letzte Laufwoche

Heieiei, spät dran. Aber nun, der Rückblick auf die vergangene Laufwoche:

Die Woche lief gut, so zumindest mein Gefühl. Ich habe tatsächlich 4 Läufe geschafft. Begonnen hatte ich am Montag. Das Laufen hatte ich mir so eingerichtet, dass ich danach direkt die Kurze von der Schule abholen konnte. Sehr zu ihrem Leidwesen, denn da war Mama dann zu Fuß und ohne Auto da :)

Nicht ganz 8 km sind es am Ende geworden, Kommissar Zeitdruck war ja schließlich dabei, darum die Runde nur relativ klein. So ist das eben mit Familie, Haushalt, Arbeit.........Das Wetter war, naja, wir wollen mal nicht meckern.


Aber der Himmel zog sich auf während meines Laufes und dank der doch so guten Temperaturen konnte man endlich mal ohne Kopfbedeckung laufen.


So schön, sich die Sonne auf den Kopf scheinen zu lassen. I love it! Wundervoll, der Sonne praktisch in die Augen sehen zu können.


Die Natur ist einfach so viel schöner mit etwas Sonne am Himmel. Alles fing an zu blühen, die Wolken hingen am Himmel wie gemalt. Herrlich.


Der nächste Lauf hatte sich mehr oder minder zufällig ergeben. Mein Mann hatte ja auch das Laufen begonnen und ist bei Franz in der Laufgruppe zum Training auf die 5 km am Lake-Estate-Halbmarathon. Ein toller Wettbewerb, mit noch tollerer Kulisse entlang des Bodensee. Er hatte den Mittwoch auf seinem Trainingsplan, kommt aber immer erst sehr spät nach Hause. Hier war also die Stirnlampe gefragt. Da ich auch mal wieder einen Nachtlauf machen wollte, habe ich eine Betreuung für die Kurze organisiert und bin mit ihm gelaufen.

Eine geführte Nachtwanderung sozusagen mit dem Gatten. Etwas mehr als 9 km sind es dann doch geworden, das Tempo aber eher mäßig. Und zu Beginn war der Mann auch noch richtig glücklich, dass er mit mir laufen durfte.


Nach etwas über einer Stunde war alles vorbei, der Lauf und auch seine Kondition :) Mit letzter Kraft hat er sich den Berg hoch nach Hause geschleppt der Schatz. Aber voller Stolz über die bewältigten Kilometer.


Es gab dann noch Sauna und dann Bett. Ich glaube, er hat wie ein Stein geschlafen.....

Meinen nächsten Lauf gab es dann am Donnerstag. An diesem Tag hat meine Kleine lange Schule, da kann ich über die Mittagspause laufen und hab dies auch getan. Das Wetter war super. Kein Vergleich zu dem, was uns dann am Wochenende erwartet hatte.




Die Runde diesmal waren etwas mehr als 11 km, eine Standardrunde aus der letzten Saison, mal wieder durch den Seepark. Da hab ich dann die Sonne entdeckt, leider nicht am Himmel :)



Dort vorbei am Seepark-Restaurant, dass bald schon als "Lukullum" eröffnen soll.


Naja, sofern die alle Arbeiten an der Glasfront rechtzeitig schaffen. Als ich nämlich gerade am Restaurant vorbei lief und in Richtung Toiletten ausweichen musste, da alles gesperrt war, machte es laut Rumms und etliche doppelt verglaste Frontfenster kippten dem Spediteur von der Gabel seines Gabelstaplers. Zum Glück war ich gut vier Meter entfernt, sowas kann auch schön ins Auge gehen. Der Puls kurz hoch, dann ging es weiter durch den Seepark und zurück über den Haigehof.


Was für eine traumhafte Kulisse sich dort bot, man konnte bis rüber zu den Alpen schauen. Ein tolles Panorama, diese weite Sicht.


Am Samstag dann war Marie zu einer Pyjama-Party eingeladen. Wir haben sie nach Pfullendorf gebracht und ich war direkt schon in die Laufkleidung gepresst. Diesmal etwas dicker angezogen, das Wetter war nicht der Hit. Bewölkt, kaum über Null grad, regnerisch, windig........


Die Runde ging von Pfullendorf über den Jacobsweg in Richtung Stadelhofen, dann Aftholderberg, Tautenbronn und zurück.

Mit meinem Mann hatte ich ausgemacht, dass er in Aach-Linz in Richtung Tautenbronn läuft, ich ihn dann quasi einsammle und wieder mit zurück nehme. Ihm waren die vielen Kilometer am Dienstag schon zu viel, das Knie hatte sich gemeldet..........Anfängerpech würde ich hier sagen :) Aufgegabelt hatte ich ihn dann kurz hinter Tautenbronn.


Oh wie mühsam das war bei dem Wetter. Oben auf dem Berg zog es wie Hechtsuppe, ganz ekelhaft der Wind. Nee, so macht mir Laufen keinen Spaß, da wird das immer zur Pflichtveranstaltung.


Und es wurde tendenziell schlechter statt besser. Erst ziemlich nebelig und am frühen Abend begann es dann auch zu schneien.


Aber wie sagt man so schön, der Weg ist das Ziel!

Am vierten Lauftag der letzten Woche bot sich mir dann auch wieder ein Fundstück:


Entsorgt oder verloren? Wie auch immer, die Füße waren am Ende sicher dreckig oder zumindest die Socken und der Weg desjenigen war unter Umständen auch sehr steinig. Ich bin immer wieder überrascht, was man so alles verlieren kann, ohne es zu merken. Oder gibt es tatsächlich so viele Ferkel auf der Welt, die ihren nicht mehr benötigten Unrat so entsorgen?? Pfui Teufel würde ich da nur sagen....

Die aktuelle Laufwoche ist noch nicht so der Hit, Laufverbot für vier Tage. Nein, nicht wegen der Beinchen, eher wegen des Tattoos, das muss ausheilen und braucht einfach ein paar Tage Ruhe. Aber am Samstag dann, da soll es meine letzte große Runde vor Freiburg geben. Mal sehen, wie sich das dann anfühlt.

Montag, 12. März 2018

Wie? Jetzt muss man auch noch krabbeln?

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(Quelle: riva Verlag)


Crawling Fitness
Das Ganzkörpertraining für Kraft, Koordination und Beweglichkeit

Johannes Randolf
1. Auflage 2018
Softcover, 176 Seiten
riva Verlag, ein imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
ISBN: 978-3-7423-0502-2
(UVP) € 19,99 [D] 


Zum Autor:

Johannes Randolf ist Physiotherapeut, unter anderem mit Zusatzausbildung in Osteopathie. Er selbst bezeichnet sich als Körperfunktionalist. In jüngeren Jahren tanzte er professionell, musste allerdings seine Ausbildung in Rotterdam verletzungsbedingt beenden. Ihm gelang allerdings der Wiedereinstieg, nachdem er sich mit sich und seinem Körper intensiv auseinandersetzte. Dabei half ihm nicht nur seine Physiotherapieausbildung, sondern auch das Wissen des Osteopathen Hans Meirhofer. Er war derjenige, der ihm eine völlig neue therapeutische Richtung aufzeigte und ihn motivierte, ebenso eine Ausbildung in Osteopathie zu absolvieren.

In einer Praxis in Linz (A) betreut er heute viele Spitzensportler. Neben diesem neuen Buch hat Randolf bereits zwei andere Bücher geschrieben, "Krabble!" und "Erfolgreich Gesund". Außerdem hält er Seminare zum Thema Bodymanagement ab. Bei ihm hat man die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Crawling.Fitness-Instructor zu absolvieren.



Inhalt:


Das Buch ist in drei Teile untergliedert. Teil 1 erläutert das hocheffiziente Functional Training, in Teil zwei wird man auf das Crawling vorbereitet und im letzten Teil dann sind alle Übungen und Trainingspläne für die Workouts aufgezeigt.

Rezension:

Crawling bedeutet kriechen, krabbeln. Hä? Was soll dass denn mit Fitness zu tun haben? Das fragen sich sicher einige, die den Titel in den Händen halten oder Berichte darüber lesen. 

Crawling Fitness ist der neueste Trend aus den USA. Er verspricht bewundernswerte Effekte auf die Figur und vor allem auch auf die Gesundheit. Befürworter des neuen Fitnesstrends versprechen neben einer besseren Körperhaltung auch weniger Rückenschmerzen, mehr Mobilität, einen strafferen Körper und nicht zuletzt besser Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit. 

Ehrlich gesagt habe ich auch kurz die Stirn in Falten gelegt, als ich den Buchtitel bekam. Doch schon nach dem Lesen des Vorwortes war ich überzeugt davon, dass hier viele Inhalte gut und hilfreich für mich als Sportler sind. 

Liest man im ersten Teil des Buches "Crawling - hocheffizientes Functional Training" versteht man recht schnell, um was es geht. Dreidimensional trainieren, das ist das Stichwort. Um so hocheffizient zu trainieren reicht das Fitnessstudio nicht aus. Bei dieser Art Training nutzt man die im Körper vorhandenen Funktionsketten und arbeitet mit diesen effektiv an Bewegungen. Es ist mehr als spannend, immer wieder in diesem Kapitel zu lesen, dass es diese Art der Bewegung im Therapiebereich im Grunde schon lange gibt. So hat beispielsweise der Chirurg Rudolf Klapp die Trainingsmethode "Klappsches Kriechen" entwickelt und bei Patienten angewendet, die an einer Skoliose oder einer Verkrümmung der Wirbelsäule litten. Durch das Krabbeln werden unter anderem die diagonalen Muskelketten trainiert und das macht uns eine schnelle körperliche Reaktion möglich. Wie genau das alles funktioniert, ist im Buch sehr genau beschrieben.

Doch Crawling will gut vorbereitet sein. Man braucht, wie bei jeder Sportart, zuerst einmal Grundlagen und muss sich mit den Bewegungsbildern auseinander setzen. Kleinere Ausrüstungsgegenstände wie beispielsweise Knieschoner oder Sliding Pads sind ebenfalls von Nöten. 


Im zweiten Kapitel werden ausführlich die Grundlagen erläutert und erarbeitet. Wichtig für alle folgenden Übungen ist beispielsweise die oben abgebildete Ausgangsstellung. Neben der ausführlichen Beschreibung im Text ist stets ein Bild eingefügt, welches die Endstellung sehr gut erkennen lässt. Die farblich hervorgehobenen Hinweise zeigen dem User nochmals, was unter Umständen falsch laufen könnte oder wie die Stellung verändert durchgeführt werden kann. 

Im dritten und letzten Kapitel des Buches sind nun alle Übungen beschrieben, wie sie ausgeführt werden sollten, welche Hilfsmittel man braucht und in welcher Wiederholungsrate man hier gute Erfolge erzielt. 


Dieses Kapitel ist mit besonders vielen Bildern bestückt, denn nur so kann man sich alles selbst erarbeiten und läuft nicht Gefahr, falsche Bewegungsabläufe zu lernen. 


Für jede einzelne Muskelgruppe gibt es die Crawling-Möglichkeit. So kann sich jeder für die Übungen entscheiden, die er persönlich für notwendig erachtet, dort wo er selbst eine "Baustelle" zu haben scheint. Und auch wenn die Übungen so easy scheinen, sind sie doch anspruchsvoll. Schon allein durch die Position, die stets bodennah ist, werden viele Muskelgruppen genutzt und gebraucht.

Um das Crawling-Training auch zu Hause nicht langweilig werden zu lassen, hat Randolf am Ende des Buches noch mehrwöchige Trainingspläne eingefügt. 


Um nicht ständig nach den Übungen im Buch blättern zu müssen, wurden zu den Trainingsplänen direkt noch die Übungen in kleinen Bildern abgebildet. Außerdem sind im Trainingsplan die Seitenhinweise vorhanden, so dass die genaue Ausführung der Übung ganz schnell nachgeblättert werden kann. 

Crawling-Fitness - ein Buch für alle, die sich mehr Kraft und mehr Beweglichkeit wünschen, die Schluss machen möchten mit einem Zwicken hier und einem Zwacken da.


Mein Fazit:

Man muss nicht jeden Fitness-Trend mitmachen. Dennoch sollte man auch dieser Art von Gesundhaltung eine Chance geben. Gerade an Mobilität fehlt es vielen Menschen, bei einem Großteil ganz unbemerkt. Man sieht diese Defizite leider erst dann, wenn es schon zu spät ist. Wer das Ganze nicht in großer Runde im Park vor Zuschauern absolvieren möchte, kann dies gut zu Hause tun. Im Buch sind die Beschreibungen gut genug, um am Ende erfolgreich zu crawlen. Eine Verbesserung der Mobilität, also der Beweglichkeit, kann man recht schnell feststellen und dann fällt es auch sehr leicht, solch ein Training in den Wochenplan zu integrieren.


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank auf diesem Wege an den Verlag, dass mir das Exemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Auf den Inhalt der Rezension hatte der Verlag keinen Einfluss, es gab hierzu keine Vorgaben. 

Bilder aus dem Buch "Werde ein geschmeidiger Leopard" vom riva Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.