Samstag, 24. Februar 2018

Einfach mal die Füße baumeln lassen.......

..........mal nichts tun, sich geschlagen geben, ein wenig in neuen Büchern schmökern und die Theorie erlernen.


Ja, das Leben schreibt oft sein eigenes Drehbuch und dein Körper zeigt dir klar, wenn er die Nase voll hat. So auch im Moment meiner, besser gesagt meine Füße. Die wollen grad nicht mehr und haben mich eindrucksvoll gebeten, eine kleine Pause einzulegen. Also gut, warum nicht, auch wenn es schwer fällt, denn ich bin sonst ein absolutes Energiebündel, dass immer etwas zu tun braucht.


Doch he, kein Problem, dann laufen wir eben nur mal die Hälfte der Schritte am Tag. Geht auch, zumindest eine Zeit lang. Wie lange ich das aushalte, kann ich nicht sagen. Täglich überlege ich, ob ich nicht doch irgendwo, irgendwie eine Sportart finde, die ich tun kann. Aber die gibt es wohl nicht, maximal Fußball schauen im Fernsehen.

Mein Innenband vom Sprunggelenk mag gerade nicht mehr. Hatte sich bei den letzten Läufen schon angekündigt und ist dann letzten Sonntag in den Streik getreten, hat die Arbeit verweigert, so dass am Ende auch das Außenband vom Knie keine Kraft und Lust mehr hatte und mit Streik drohte. Die Androhung war so schmerzhaft, dass ich nachgegeben habe. Nicht meine Art, aber was sein muss, muss eben manchmal sein.

Der Sportmediziner hat drauf geschaut und einfach etwas Trainingspause verordnet. Das Sprunggelenk ist überreizt. Zu viel gelaufen gepaart mit zu viel Kraftsport und der mit zu viel Gewichten an den Beinen. Zuerst schmerzfrei sein und dann Step by Step wieder anfangen mit dem Training, langsam das Trainingspensum erhöhen. Und so mache ich es auch, auch wenn ich es nicht gerne tue und es mich fast irre macht, nichts zu tun. Das bin ich eben nicht. Aber alles andere wäre totaler Unfug und würde nur noch mehr Verletzung bringen. Also lieber jetzt vernünftig sein. Täglich die Faszien behandeln, Kompressionsverbände zeitweise anlegen, tapen am Tag und sonst die Füße hochlegen. Schmieren und cremen, pflegen und liebkosen. Das ist aktuell der Plan und er scheint zu funktionieren, so langsam wird es, aber auch nur langsam. Schmerzfrei bin ich noch nicht, aber auf einem guten Weg.

Die Ruhephase nutze ich und werde in meinen neuen Büchern vom riva Verlag schmökern und ich freue mich schon auf die nächste Rezension, denn die ist fast schon ausgearbeitet und muss nur noch in Form gebracht werden. "Werde ein geschmeidiger Leopard", ein Traumbuch, und ich bin unheimlich glücklich, dass mir das Buch auf meinen Wunsch zur Verfügung gestellt wurde.

Jetzt verabschiede ich mich sicher noch für die nächsten zwei Wochen mit einer Trainingspause und dann hoffe ich, kann es an die Vorbereitung zum Freiburger Halbmarathon gehen, denn der ist ja bereits am 8. April, also direkt nach Ostern.

Sonntag, 18. Februar 2018

Sonntag ist Lauftag

Klingeling, es ist mal wieder Sonntag und mal wieder ein Lauftag. Am Wochenende ist das Laufen so viel schöner, man hat keine Termine, kann es vollends genießen, die Zeit mal aus dem Blick lassen und einfach nur drauf zu laufen. So hatte ich es heute auch getan. Nachdem ich gestern das Laufen verweigert hatte - meine Taucherbrille und die Schwimmflügel waren verschwunden :) - ging es heute früh los.

Immerhin sind es am Ende etwas mehr als 16 km geworden. Ich war selbst überrascht, aber es lief einfach gut mit der Lauferei und inzwischen ist "Strecken finden" auch eine schöne Disziplin geworden, die mir keine Mühe mehr macht.

Loslaufen musste man fast mit Schneeschippe, denn gestern den halben Tag und die ganze Nacht hatte uns der liebe Gott mit reichlich Weiss beschenkt.


Ich hab mich dann beim Loslaufen doch gegen das Mitnehmen der Schippe entschieden :) ist mir zu unhandlich gewesen. Also los und kurz an den Himmel geschaut und ihr glaubt nicht, was ich dort erspähte....


Ja genau, die Sonne :) ihr glaubt mir nicht, dann schaut mal hier, der runde Punkt hinter den Wolken, das war Frau Sonne.


Das Wetter war toll, auch wenn es mancherorts richtig wüst zog. Ich bin durch Sahlenbach und weiter in Richtung Lautenbach gelaufen.


Kurz vor Lautenbach musste ich wieder ein Stück durch den Wald, denn über die Straße fließt dort dauerhaft ein Bächlein :) Mit dem Auto ganz ok, mit dem Fahrrad durch naja, aber zu Fuß....ein No Go.


In Lautenbach selbst bin ich nachher einen neuen Laufweg gegangen. Rechts in Richtung Sohl und von dort aus in Richtung Großstadelhofen.


Was man heute überall erspäht hat: fleißige Helferlein, die die Funken herrichten. Ich denke, die meisten Funken werden heute abgebrannt und so wird endgültig die 5. Jahreszeit verbrannt und verbannt.


In Stadelhofen dann weiter in Richtung Pfullendorf, Kaserne. Die Landschaft war heute wirklich traumhaft schön. Wer da nicht nach Draußen ging, ist selbst Schuld gewesen.


In Pfullendorf dann habe ich mich dazu entschieden, die Strecke noch etwas auszuweiten und bin nicht, wie ursprünglich gedacht, über Tautenbronn nach Hause, sondern an der Geberit und Kramer vorbei und über den Haigehof zurück. Dort wieder den wunderhübschen Baggersee passiert, die Farbe des Wassers ein traumhaftes türkis.


Heim gekommen nach gut 2 Stunden stand der Herr Gemahl bereits in den Laufschuhen, nahm die Schippe und lief seine 6 km ab :)


Das war dann unser sportlicher Sonntag. Zum Kaffee haben wir uns mit einem kleinen Stück Apfelkuchen belohnt - das muss dann ja auch mal sein.

Dienstag, 13. Februar 2018

Rückblick auf die letzte Laufwoche

Heute noch etwas Fastnachtsgeschädigt, doch zum Glück braucht man zum Schreiben eines Blogbeitrages keine Stimme :) Kurz zusammengefasst hier nochmal im Nachklang meine letzte Laufwoche.

Am Freitag hatte ich mir meine große Tochter abonniert zum aufpassen auf die Kurze. Daher konnte ich am Nachmittag laufen.

Babysitter da - check.


Wetter da - check.


Wir hatten hier die Tage zuvor nochmal richtig schön Winter. (Anmerkung: richtig schön war in meinem Fall hier ironisch gemeint ;-)) Pünktlich zur Narretei - wie fast jedes Jahr - tobte der Winter hier, damit es den Leuten auf der Fastnacht wohl nicht all zu gut geht.


Dennoch muss man sagen, hat diese Jahreszeit auch was schönes. Schaut man die Landschaften an, ist es doch wundervoll anzusehen. Und im Grunde stellen nur wir Menschen uns an, den Tieren macht das nix aus.


Meine Runde führte mich von Aach-Linz über Egg, weiter nach Aftholderberg und zurück über Tautenbronn und den Haigehof wieder nach Aach-Linz.


Recht kurz, aber das große Kind hatte nur begrenzt Zeit, schließlich war sie doch als Trinkerbell auf der Fastnacht unterwegs :) und ich wollte dem nicht im Wege stehen.


Nun gut, das war geschafft. Wieder nicht so toll war, dass der Fuß rechts innen am Knöchel unter Belastung aktuell etwas Theater macht. Mal schauen, wie sich das entwickelt, vielleicht muss ich hier mal noch schauen lassen. Es ist nicht schlimm, aber doch spürbar, meist nach 7 km.

Dann ging es am Sonntag nochmal auf einen Lauf. Diesmal wieder ein Nüchternlauf und ich merke einfach, dass mir das inzwischen mehr liegt, als Läufe zum Beispiel am Nachmittag mit Futter im Magen.


Los bin ich etwas später gekommen, da ich vorher die Trinkerbell noch verarzten musste. Sie hatte wohl einen Kampf im Festzelt ausgetragen, der für sie nicht so ganz unbeschadet ausging.....ja, auch das ist eben Fastnacht.


Diesmal sind es 11 km geworden, aber auch "nur" 11, weil das Wetter eher bescheiden war. Der Schneesturm tobte zeitweise, dass ich mir wünschte, in Skiausrüstung unterwegs zu sein.



Zu Beginn war das Wetter noch ganz in Ordnung, aber es ging ein eisiger Wind. Gefühlt (nach Frauengefühl!) waren es Minus 30 Grad :) Meine Route führte mich von Aach-Linz über den Haigehof.


Dann weiter in Richtung Tautenbronn und dort kurz eine Challenge vor dem Tempowarner :) Ich hatte eine 11 im Display, konnte das aber so leider nicht festhalten, da das Handy nicht schnell genug gezückt und justiert war.


Durch Tautenbronn und von Aftholderberg anschließend wieder zurück über den Flugplatz und Tautenbronn nach Aach-Linz. Auf der Strecke lag stellenweise noch ganz schön Schnee, gut, dass ich die Saucony Xodus Iso an hatte, die haben eine etwas griffigere Sohle und man läuft nicht wie auf Eiern.


Das war mein fastnachtliches Laufwochenende. Nachdem ich am Sonntag zurück war ging es noch schnell in die Dusche, dann ab ins Schafskostüm und zum Umzug hier in Aach-Linz. Anschließend noch ein paar Freunde bewirtet und am Abend erschöpft aufs Sofa gefallen :) 

Diese Woche werde ich - je nach Wetter - morgen früh mal mit dem Qeridoo Sportrex laufen, zusammen mit Marie, denn die Schule hat ja mal wieder Ferien und am Samstagvormittag dann eine kurze Runde um den Block drehen. Kraft sollte ich auch mal noch mitnehmen, vielleicht am Donnerstagabend, mal sehen.

Sonntag, 11. Februar 2018

Ready to Run - Entfessle dein natürliches Laufpotenzial

Werbung


(Quelle: riva Verlag)

Ready to Run
Entfessle dein natürliches Laufpotenzial

Kelly Starret mit T.J. Murphy
2. Auflage 2017
Softcover, 288 Seiten
riva Verlag, ein imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
ISBN: 978-3-86883-568-7
(UVP) € 24,99 [D] 


Zu den Autoren:

Kelly Starrett ist Trainer und promovierter Physiotherapeut. Außerdem ist er als Autor tätig. Mit seiner Frau betreibt er eine sportmedizinische Praxis in San Francisco und betreut dort viele namhafte Olympiasieger und Medaillengewinner. 

T.J. Murphy ist ein ehemaliger Ausdauerathlet und früherer Chefredakteur verschiedener Sportmagazine. Aktuell ist er überzeugter Crossfitter und schreibt für Zeitschriften wie die Runner´s World oder wirkt bei Sportbüchern als Co-Autor mit.


Inhalt:



Das Buch ist in 4 Teile untergliedert. Beginnend mit Vorwort und einer Einleitung geht es über in den allgemeinen Teil, danach werden Standards vorgestellt und in Teil 3 bereits über Mobilisationsarbeit berichtet. Im vierten und letzten Teil geht es um spezifische Verletzungen im Laufsport.


Rezension:

Ein typischer Tag im Leben eines Läufers:

"..., Sie sind um 4.30 Uhr wach, es ist dunkel und kalt, und es schüttet wie aus Kübeln.....Sie ziehen sich wetterangepasst an, kippen einen doppelten Espresso und sind schon vor der Tür. Während der ersten zwei Kilometer spüren Sie noch die bekannten Krisenherde: den stechenden Schmerz kurz unter der rechten Kniescheibe, die Schwellung im rechten Fersenbein,........."

Na, kommt euch das bekannt vor? Könnte das nicht genau aus eurem Lauftagebuch kopiert sein? Mal ehrlich, ist es nicht genau die Situation, die ein Läufer zu Beginn seiner Laufkarriere genau so erlebt? Wieder und wieder. 

Mit dem Buch "Ready to Run" möchte der Autor den Leser dazu bringen, eine völlig neue Sichtweise auf alles zu entwickeln, Schmerzen zu verstehen, die Ursachen zu bekämpfen, Körpersignale richtig zu deuten. Arbeitet man sich durch das Buch, kann man am Ende zusätzlich an Kraft, Geschwindigkeit und Effizienz gewinnen, eines der drei Dinge und im besten Fall eine Kombination aus allem. 

Bereits auf den ersten Seiten, in der Einleitung, stehen viele Dinge, die man so schon erlebt hat oder selbst gut kennt. Die Füße schmerzen - die Schuhe sind Schuld! So läuft es doch meistens, man geht den Weg des geringsten Widerstandes und gibt dem die Schuld, der am geeignetsten dafür scheint. Doch meist sind die Schuhe nie das Problem, sondern die Körperhaltung, die schlechte muskuläre Balance oder eine fehlerhafte Körpermechanik. Starret öffnet jedem Läufer die Augen, klärt den Blick und zeigt, wo die Probleme wirklich liegen und vor allem gibt er die Möglichkeit, diese nachhaltig zu beheben.

Bereits in Kapitel 2 geht es zur Sache. Hier werden Standards wie die neutrale Fussstellung genau besprochen. Neben sehr ausführlichen Ausführungen sind zahlreiche Bilder beigefügt, die auch nochmals ausführlich untertitelt sind. So hat man immer die Möglichkeit, genau zu sehen, wie es genau geht oder wo der Fehler liegen kann. 

Zu jedem Kapitel gibt es nochmal einen farbig abgesetzten Kasten, der Mobilisationsübungen aufzeigt, dazu zusammengefasst die Seiten im Buch, die diese Übungen abbilden und die Ausführungen darstellen.



So ist es recht einfach, den Zusammenhang zu den Standards herzustellen und an sich zu arbeiten. Die einzelnen Übungen werden detailliert dargestellt, Schritt für Schritt und können so ganz gut selbst umgesetzt werden, auch wenn die Voraussetzungen nicht 1:1 von den Räumlichkeiten gegeben sein sollten.



Durch die genaue Beschreibung zu den Bildern wird sehr schnell klar, auf was es bei den Übungen ankommt und welche Muskeln hier arbeiten oder "gepflegt" werden sollen.



Immer wieder finden sich im Buch Seiten mit Anmerkungen "von Läufer zu Läufer". Hier gibt es für den Leser nützliche Tipps, nicht vom Lehrer oder Profi, sondern eben auf Augenhöhe. Dinge, die Starret praktisch aus dem Nähkästchen plaudert, wie man so schön sagt.



Durchaus amüsant an so mancher Stelle, aber sehr lehrreich für die eigene Laufkarriere. Nicht immer nur fachlich beleuchtet, sondern so manches Mal auch einfach nur praxisbezogen. Keine Wertung, sondern oft einfach nur eine Meinung. Das ist echt!

Echt ist das Stichwort, dieses Gefühl zieht sich durch das gesamte Buch, es ist echt. Es wird zu keiner Zeit vermittelt, dass es sich um ein Lehrbuch handelt, welches unerbittlich Thesen auf den Tisch haut, die man umzusetzen hat. Es wird stets eine Brücke zum wahren Leben gebaut, man findet immer die Möglichkeit, Variationen anzuwenden und der Zeigefinger scheint nie erhoben. Das gibt beim Lesen ein echt gutes Gefühl, ein Gefühl eben auf Augenhöhe zu sein.


Kapitel 3 ist dann mit der Mobilisationsarbeit beschäftigt. Ein riesiges Thema, bedenkt man, dass man diesem Bereich oft viel zu wenig Raum lässt. Läufer denken zu Beginn ihrer Laufkarriere, man muss doch nur einen Fuss vor den anderen bewegen, vorher oder nachher etwas Körperpflege ist nicht notwendig. Aber weit gefehlt, man wird schon bald die Quittung bekommen, geht man mit dem Thema Mobilisation zu locker um. Gut 75 Seiten beschäftigen sich im Buch mit dem Thema, 75 Seiten, die wichtige Übungen zur Stärkung oder zum Erhalt oder aber zum Erreichen von Mobilisation zeigen. Man muss seine körperlichen Schwächen in Stärken umwandeln und das kann man eben nur mit der Aktivierung der Mobilisation. 

Um einen hier einen guten Fahrplan mit auf den Weg zu geben, ist im Buch sogar ein Mobilisationsplan abgedruckt, ein Beispiel, wie es funktionieren könnte.



Mit solch einem Plan kann man den Ready-to-Run-Ansatz in seinem Leben integrieren. Beweglichkeitsdefizite werden so Tag für Tag verbessert. Der Blick auf seinen eigenen Körper wird so geschult, man kann seine Lebensweise betrachten und wenn notwendig verbessern, der Rest ergibt sich dann von ganz alleine.

Und dann ist man im Grunde auch schon mit den wichtigsten Kapiteln im Buch durch und am Ende angekommen. Teil 4 beschreibt nochmals kurz, welche Probleme medizinischer Natur gerade bei Läufern häufig vorkommen. Vom ITBS bis hin zum Schienbeinkantensyndrom. 


Mein Fazit:

Das  Buch ist ein Standardwerk, dass jeder Läufer einmal gelesen haben muss. Ich selbst bin begeistert vom Buch und vom Autor, mit welcher Leichtigkeit er alles aufzeigt, wie einfach vermeintlich große Problem doch zu lösen sind, wenn man nur realistisch auf alles blickt. 

Zeitweise musste ich beim Lesen des Buches den Klappendeckel schließen, um zu sehen, dass nicht ICH der Autor bin, denn manche Passage im Buch hat mir genau das vermittelt. Viele im Buch beschriebenen Phänomene habe ich genau so durchgemacht. Ich selbst habe im September 2016 mit dem Laufen begonnen und hatte im vergangenen Jahr viele Hürden zu überwinden. Eine Verletzung jagte die nächste, Problemchen hier, Arztbesuch dort, Physio, Lauftrainer. Hätte ich mal nur früher zu diesem Buch gegriffen, ich hätte so einiges vermeiden können. 

Nun bin ich schlauer, durch eine harte Schule gegangen und kann jetzt viel gezielter an mir und meinen Problemherden arbeiten. Dank des Buches ist es mir nun noch besser möglich, Haltungsfehler zu beheben, Lauftechniken zu verbessern und die Mobilisation voranzutreiben. Von mir bekommt dieses Buch eine absolute Kaufempfehlung!


Dieser Artikel enthält Werbung. Beim Buch handelt es sich allerdings nicht um ein Rezensionsexemplar, ich habe mir das Buch selbst gekauft, der Verlag hatte mir allerdings die Möglichkeit und Genehmigung zur Rezension gegeben.

Bilder aus dem Buch "Ready to run" vom riva Verlag, Bildrechte liegen allein beim Verlag.

Montag, 5. Februar 2018

FH-Runningday´s bei Franz am 21.-22. April 2018

Geht es euch auch so? Man läuft und läuft und merkt manches Mal, dass es nicht so richtig rund läuft. Bei mir läuft es ganz gut aktuell und doch habe ich das Gefühl, ein wenig Theorie da, etwas Dehnen dort und das verstehen von Lauf-ABC, Laktat, VO2max & Co wäre ganz gut. Ein riesiges Glück, dass man immer wieder und inzwischen fast überall die Möglichkeit hat, Laufseminare zu besuchen.

Ich hab das große Glück, dass im April gleich hier bei mir um die Ecke so ein Seminar stattfindet, bei Franz Hug, dem ersten Lauftrainer, der sich meiner annahm.



Es werden viele tolle Menschen dabei sein, die nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch das ein oder andere Thema besprechen werden. Ich freue mich ganz besonders, "richtigen" und professionellen Läufern gegenüber zu stehen, in fast schon heimeliger Atmosphäre, sie zu befragen, regelrecht mit Fragen zu löchern, denn auch das wird sicher gut möglich sein. Ich bin schon ganz gespannt, was an Input auf mich zu kommt und was ich am Ende aus dem Wochenende mitnehme und für meine Lauferei umsetzen kann.

Das Programm an den beiden Tagen ist sehr vielversprechend und doch bleibt genug Luft, um alles zu verinnerlichen. Auf den praktischen Teil freue ich mich ganz besonders. Hier kann man dann sehen, ob sich das zuvor gehörte auch umsetzen lässt.

Noch sind Plätze frei und ich kann es jedem, der noch am Anfang seiner "Laufkarriere" steht empfehlen, solche Veranstaltungen in sein Lauftraining aufzunehmen. So etwas bringt einen ein ganzes Stück voran, es wird der Blick auf alles geklärt und man sieht am Ende sicher in vielen Dingen klarer. Da ich schon länger bei Franz trainiere und über die Sommermonate dort auch ins Bootcamp gehe, weiß ich, dass er mir bei vielen Fragen rund um meine Lauferei schon helfen konnte. Er selbst läuft Marathon und weiß einfach, wovon er spricht, kann Erfahrungen weitergeben, eigens erlebtes erzählen. An solche Informationen kommt man in keiner Lektüre, das ist real life.

Wer sich anmelden will, kann dies direkt auf der Website von Franz tun. Für Übernachtungsmöglichkeiten kann er sorgen, das dürfte in und um Pfullendorf kein Problem sein. Und die Veranstaltung endet am Samstag früh genug, um noch einen Kurztrip an den Bodensee zu machen, denn der ist gerade einmal 15 km weg von Pfullendorf. Also, worauf wartet ihr?


Sonntag, 4. Februar 2018

Langer Lauf am See entlang

Samstag war ein langer Lauf geplant. Ich hatte mir vorgenommen, wieder nach Stockach zu laufen. Diesmal aber nicht von Owingen aus, sondern von Überlingen beginnend und möglichst viel mit Seeblick.

Fast 20 km sind es am Ende geworden und trotz einiger Widrigkeiten war es toll. Ich bin mit dem Regio-Bus wieder nach Überlingen gefahren und von dort aus gestartet.


Das Wetter eher - naja - sagen wir mal es ging. Immerhin war es trocken. Aber es war brrrrrrrrrrrrrr kalt und so musste die volle Schutzkleidung her :) ich bin eben ein Mädchen "Hunger, Pipi, kalt".


Immer mit dabei in der Jahreszeit ist bei mir der Labello. Ein Must-Have sozusagen, zumindest für mich.


Die Wanderwege sind auf dieser Route immer recht gut ausgeschildert und so konnte erst mal nix schief gehen - dachte ich....


Durch Überlingen durch und in Richtung Goldbach gab es schon streckentechnisch die erste Herausforderung: eine Baustelle in Höhe Bahnhof.


Nachdem ich das im Griff hatte, ging es weiter über Goldbach in Richtung Sipplingen, vorbei an der Süßenmühle. Zum Glück muss man sich da vorm Passieren nicht nackig machen :)


Weiter ging die wilde Reise mit einigen Seitenwechseln kam ich dann in Höhe Sipplingen. Dort war dann auf einmal der Radweg zu Ende und irgendwie stand ich einen kurzen Moment blöd rum und wußte nicht so richtig, wo ich hin sollte. Doch auch hier, die Schilder haben mir den Weg gezeigt. Also hoch den Berg......


Doch hier war nun nix mehr mit Seeblick. Kein See weit und breit nur unendlich nervige Autogeräusche. Nein, die Strecke ist nicht schön! Ich laufe lieber in Ruhe und das nächste Mal sicher wieder eher Owingen-Stockach, denn da ist nicht so ein hohes Verkehrsaufkommen wie am See. Wobei, doch, wenn man sich Mühe gab, hat man das Wasser wieder erspähen können :) Könnt ihr es sehen, da links zwischen den Häusern....


In Sipplingen von der Anhöhe dann wieder runter ins Dorf, immer Richtung See. Und dann konnte ich wieder einen kurzen Moment direkt am Wasser laufen.


Vorbei am Bahnhof und dann in Richtung Ludwigshafen.


Dort musste ich dann nochmals die Straßenseite wechseln, um weiter zu kommen, über eine kleine Brücke neben der B31. Mit Seeblick, versteht sich :)


Ludwigshafen war nun nicht mehr weit, man konnte es schon erspähen. Meinem Ziel, nach Stockach zu laufen, kam ich somit wieder ein Stück näher.


Und dann, man glaubt es kaum, schob die Sonne doch tatsächlich kurz die Wolken davon und man sah wunderschönen blauen Himmel.


In Ludwigshafen angekommen ging es wieder an den See, durch den Park.



Dann musste ich mich entscheiden - möchte ich über Ludwigshafen nach Stockach oder eben über Espasingen. Ich hab mich für die Route Espasingen entschieden, da ich so nicht durch ganz Stockach laufen musste.


Wäre ich anders gelaufen, wäre mir zumindest ein Maleur erspart geblieben: das Naturschutzgebiet. Entgegen dem, was die Äpfel am Bodensee erleben


hatte ich im Naturschutzgebiet zwischen Ludwigshafen und Bodman nicht in der Sonne gebadet, sondern eher im Schlamm, Schlick, Wasser - ach was auch immer das war, im Grunde war die Strecke unpassierbar, aber ich hatte nur die Wahl zwischen langsam waten oder schnell durchrennen. Ich habe mich für die schnelle Version entschieden, nachdem ich merkte, dass langsam eher kontraproduktiv zu sein scheint.


Das Ergebnis war, dass mir der Schlick bis oben in die Schuhe lief, alles war nass, Socken, Schuhe, Füße - bäääääääääääääh. Zu Hause dann das ganze Ausmaß der Naturkatastrophe nochmal in Augenschein genommen und für nicht gut befunden. Aber das gehört eben auch zum laufen dazu.


Inzwischen sind die Treter wieder blitzeblank :) zum Glück hatte ich nicht die neuen weißen Schuhe an, da hätte ich mich zu Tode geärgert.........

Ich bin dann, nachdem ich das Feuchtbiotop durchquert hatte, weiter nach Espasingen. Dort dann die nächste Katastrophe: Wetter.


Flocken so groß wie Kinderköpfe........naja, fast :) vielleicht war das ein wenig übertrieben, aber zumindest war es mehr als unangenehm, da ich ständig Schneeflocken auf der Brille hatte und am liebsten einen Scheibenwischer installiert hätte.


Naja, auch die Widrigkeit hatte ich dann oben am Berg hinter mir - keuch. Also weiter, vorbei am ersten Scheiterhaufen - ähm, Funken, die ja derzeit überall schon bestückt werden.


Bevor man mit der Hexenverbrennung beginnt und mich noch dazustellt, bin ich fix weiter und stand dann vor der entscheidenden Frage "Stuttgart oder Stockach"?


Ich war dann aber nach 18 km so faul, dass ich mich für Stockach entschieden hatte und bin die letzten zwei Kilometer weiter in Richtung Möbel Stumpp. Dort angekommen machte mein rechter Knöchel innen etwas Probleme. Kann aber auch an den ganzen blauen Flecken liegen, die mir der erste Pole-Fitness-Kurs am Donnerstag beschert hatte. Ich weiß es nicht. Heute klappt das mit dem Laufen wieder ganz gut. Unterwegs hatte die linke Po-Backe auch mal noch kurz eine Wortmeldung, das hatte sich dann aber wieder verloren.

Alles in allem war es ein schöner Lauf, ich konnte trotz der Distanz alles ganz gut genießen. Nur den Puls habe ich nicht so richtig unter Kontrolle gebracht. Gefühlt hatte ich etwas mit der Atmung zu kämpfen, wer weiß, vielleicht ist auch bei mir ein klitzekleiner Infekt im Anmarsch.

Und mit den motivierenden Worten "sei jung, frech und anders" verabschiede ich mich aus dieser Woche.