Sonntag, 4. Februar 2018

Langer Lauf am See entlang

Samstag war ein langer Lauf geplant. Ich hatte mir vorgenommen, wieder nach Stockach zu laufen. Diesmal aber nicht von Owingen aus, sondern von Überlingen beginnend und möglichst viel mit Seeblick.

Fast 20 km sind es am Ende geworden und trotz einiger Widrigkeiten war es toll. Ich bin mit dem Regio-Bus wieder nach Überlingen gefahren und von dort aus gestartet.


Das Wetter eher - naja - sagen wir mal es ging. Immerhin war es trocken. Aber es war brrrrrrrrrrrrrr kalt und so musste die volle Schutzkleidung her :) ich bin eben ein Mädchen "Hunger, Pipi, kalt".


Immer mit dabei in der Jahreszeit ist bei mir der Labello. Ein Must-Have sozusagen, zumindest für mich.


Die Wanderwege sind auf dieser Route immer recht gut ausgeschildert und so konnte erst mal nix schief gehen - dachte ich....


Durch Überlingen durch und in Richtung Goldbach gab es schon streckentechnisch die erste Herausforderung: eine Baustelle in Höhe Bahnhof.


Nachdem ich das im Griff hatte, ging es weiter über Goldbach in Richtung Sipplingen, vorbei an der Süßenmühle. Zum Glück muss man sich da vorm Passieren nicht nackig machen :)


Weiter ging die wilde Reise mit einigen Seitenwechseln kam ich dann in Höhe Sipplingen. Dort war dann auf einmal der Radweg zu Ende und irgendwie stand ich einen kurzen Moment blöd rum und wußte nicht so richtig, wo ich hin sollte. Doch auch hier, die Schilder haben mir den Weg gezeigt. Also hoch den Berg......


Doch hier war nun nix mehr mit Seeblick. Kein See weit und breit nur unendlich nervige Autogeräusche. Nein, die Strecke ist nicht schön! Ich laufe lieber in Ruhe und das nächste Mal sicher wieder eher Owingen-Stockach, denn da ist nicht so ein hohes Verkehrsaufkommen wie am See. Wobei, doch, wenn man sich Mühe gab, hat man das Wasser wieder erspähen können :) Könnt ihr es sehen, da links zwischen den Häusern....


In Sipplingen von der Anhöhe dann wieder runter ins Dorf, immer Richtung See. Und dann konnte ich wieder einen kurzen Moment direkt am Wasser laufen.


Vorbei am Bahnhof und dann in Richtung Ludwigshafen.


Dort musste ich dann nochmals die Straßenseite wechseln, um weiter zu kommen, über eine kleine Brücke neben der B31. Mit Seeblick, versteht sich :)


Ludwigshafen war nun nicht mehr weit, man konnte es schon erspähen. Meinem Ziel, nach Stockach zu laufen, kam ich somit wieder ein Stück näher.


Und dann, man glaubt es kaum, schob die Sonne doch tatsächlich kurz die Wolken davon und man sah wunderschönen blauen Himmel.


In Ludwigshafen angekommen ging es wieder an den See, durch den Park.



Dann musste ich mich entscheiden - möchte ich über Ludwigshafen nach Stockach oder eben über Espasingen. Ich hab mich für die Route Espasingen entschieden, da ich so nicht durch ganz Stockach laufen musste.


Wäre ich anders gelaufen, wäre mir zumindest ein Maleur erspart geblieben: das Naturschutzgebiet. Entgegen dem, was die Äpfel am Bodensee erleben


hatte ich im Naturschutzgebiet zwischen Ludwigshafen und Bodman nicht in der Sonne gebadet, sondern eher im Schlamm, Schlick, Wasser - ach was auch immer das war, im Grunde war die Strecke unpassierbar, aber ich hatte nur die Wahl zwischen langsam waten oder schnell durchrennen. Ich habe mich für die schnelle Version entschieden, nachdem ich merkte, dass langsam eher kontraproduktiv zu sein scheint.


Das Ergebnis war, dass mir der Schlick bis oben in die Schuhe lief, alles war nass, Socken, Schuhe, Füße - bäääääääääääääh. Zu Hause dann das ganze Ausmaß der Naturkatastrophe nochmal in Augenschein genommen und für nicht gut befunden. Aber das gehört eben auch zum laufen dazu.


Inzwischen sind die Treter wieder blitzeblank :) zum Glück hatte ich nicht die neuen weißen Schuhe an, da hätte ich mich zu Tode geärgert.........

Ich bin dann, nachdem ich das Feuchtbiotop durchquert hatte, weiter nach Espasingen. Dort dann die nächste Katastrophe: Wetter.


Flocken so groß wie Kinderköpfe........naja, fast :) vielleicht war das ein wenig übertrieben, aber zumindest war es mehr als unangenehm, da ich ständig Schneeflocken auf der Brille hatte und am liebsten einen Scheibenwischer installiert hätte.


Naja, auch die Widrigkeit hatte ich dann oben am Berg hinter mir - keuch. Also weiter, vorbei am ersten Scheiterhaufen - ähm, Funken, die ja derzeit überall schon bestückt werden.


Bevor man mit der Hexenverbrennung beginnt und mich noch dazustellt, bin ich fix weiter und stand dann vor der entscheidenden Frage "Stuttgart oder Stockach"?


Ich war dann aber nach 18 km so faul, dass ich mich für Stockach entschieden hatte und bin die letzten zwei Kilometer weiter in Richtung Möbel Stumpp. Dort angekommen machte mein rechter Knöchel innen etwas Probleme. Kann aber auch an den ganzen blauen Flecken liegen, die mir der erste Pole-Fitness-Kurs am Donnerstag beschert hatte. Ich weiß es nicht. Heute klappt das mit dem Laufen wieder ganz gut. Unterwegs hatte die linke Po-Backe auch mal noch kurz eine Wortmeldung, das hatte sich dann aber wieder verloren.

Alles in allem war es ein schöner Lauf, ich konnte trotz der Distanz alles ganz gut genießen. Nur den Puls habe ich nicht so richtig unter Kontrolle gebracht. Gefühlt hatte ich etwas mit der Atmung zu kämpfen, wer weiß, vielleicht ist auch bei mir ein klitzekleiner Infekt im Anmarsch.

Und mit den motivierenden Worten "sei jung, frech und anders" verabschiede ich mich aus dieser Woche.


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