Sonntag, 31. Dezember 2017

Ein Silvesterlauf nur für mich!

Heute war wieder Laufen angesagt und weil wir heute den Jahreswechsel feiern dürfen, war es mein ganz persönlicher Silvesterlauf, ohne Wettkampfgedöns, Druck und Zeitvorgabe. Und es war wunderschön kann ich euch sagen. Nicht nur, dass das Wetter super mitgemacht hat, auch die Strecke hatte wieder wunderschöne Momente.

Los ging es wieder von zu Hause aus in Richtung Schützenhaus, dann weiter nach Tautenbronn. Auch heute bin ich wieder das Stück durch den Wald gelaufen, um die neuen Schuhe zu testen.


Gekauft hatte ich mir die Hoka one one Challenger ATR 2. Auch dieser Schuh ist etwas besser für Gelände und die winterlichen Bedingungen geeignet, als meine ganz normalen Laufschuhe. Die Sohle hat viel mehr Grip und alles in allem scheint der Schuh stabiler. Er läuft sich gut, das vorweg. Ich kann nichts bemäkeln und anfängliche Sorgen wegen der Höhe der Sohle waren völlig unbegründet.


Mein Lauf heute führte mich von Tautenbronn weiter nach Pfullendorf, dort vorbei an der berühmt, berüchtigten Stauffer Kaserne. Uiiiii, zum Glück war es dort heute ruhig..........

Unweit der Kaserne, direkt neben dem eingezäunten Übungsgelände befand sich mein heutiges Fundstück (was nicht das einzige war beim heutigen Lauf, dazu später mehr).


Ein Autorad, komplett. Mmmmmh, nach der Hose letzte Woche wäre auch hier meine Frage, wie man unbemerkt ein ganzes Rad verlieren kann..........bleibt zu klären.

Dann bog ich diesmal nicht nach Pfullendorf ab, sondern lief weiter in Richtung Großstadelhofen. Der Himmel sah stellenweise echt gruselig aus, als machte sich ein Spalt auf. Auf meinem späteren Heimweg merkte ich aber dann, dass es er nur Platz für etwas Sonne gemacht hatte :) war eben zu der Zeit, an der ich lief, gerade erst am Anfang seines Weges.


Kurz vor Stadelhofen bog ich dann rechts in Richtung Aftholderberg ab. Das Wetter auf dieser Anhöhe ist immer wundervoll. Heute war es allerdings stellenweise auf der gesamten Strecke sehr windig. Aber egal, immerhin hatten wir deutliche Plusgrade, so dass ich heute mal nicht in voller Vermummungsmontur los musste.

Nach Aftholderberg folgte der Heimweg. Diesmal am Waldrand entlang in Richtung Tautenbronn zurück. Und da das nächste Fundstück oder wohl eher die nächsten Fundstücke:


Unmöglich finde ich das, was Menschen alles in der Natur entsorgen. Pfui Teufel an alle die, die sich hier wieder erkennen. Würde das jeder machen, wie würde es schon bald aussehen? Schade, dass man diese Schmutzfinke nie erwischt....Der Hinweis am Baum jedenfalls schreckte die nicht ab, die halbe Küche im Wald zu entsorgen. Es ist angerichtet sage ich da nur....

Zu Hause angekommen konnte ich noch kurz den letzten kleinen Schneehaufen erklimmen und fühlte mich super. Der Kopf frisch durch geputzt, der Körper im Einklang mit meiner Seele.


Die neuen Laufklamotten, die ich heute getragen hatte, also die Jacke und auch die Hose, sind gestern im TKMaxx in Singen in mein Körbchen gewandert. Die Hose von Saucony sitzt wie eine zweite Haut, das ist echt mega. Leider keine Windstopper-Hose, aber dennoch warm genug für einen Tag wie heute. Die Jacke ist von Colmar, einer italienischen Firma, die auf Skibekleidung und Fashion spezialisiert ist. Diese hier ist zum Laufen ein Traum. Die Ärmel aus Microfleece und vorne ist die Jacke wattiert, aber mit synthetischen Material, dass alles gut zirkulieren kann. Warm genug, um nicht zu frieren :) und obendrein bin ich noch mega sichtbar mit der Jacke, endlich mal eine Laufklamotte gefunden, die nicht in dunkelbunt oder schwarz ist. Was für ein Erfolg.

Die Schuhe haben gute Arbeit geleistet. Ich muss sie das nächste Mal nur etwas straffer schnüren. Die Saucony sitzen sehr eng am Fuß, das ist beim Hoka nicht der Fall. Hier ist die Freiheit im Schuh viel größer und da kann man dann auch mal etwas mehr schnüren, ohne gleich den Füßen eine Atemnot zu bescheren. Dieser Schuh wird mich sicher über die kalte Jahreszeit begleiten und darf dann auch mal mit zu einem Trail, sollte ich hier mal irgendwann einen in Angriff nehmen.


Nach den fast zwei Stunden laufen schnell rein, duschen und im Anschluss mampfen. Ich liebe selbst gemachtes Müsli, das ist sooooo lecker.


So, mein Jahr 2017 konnte ich wie geplant mit einem stressfreien Läufchen schließen, leider allein und ohne Steffi, denn der geht es nicht ganz so gut, zu viel um die Ohren gehabt die letzten Wochen und nun ist der Zoll dafür zu bezahlen. Ich hoffe, ihr geht es schon bald besser, dass sie zumindest auch solch einen Genusslauf absolvieren kann - nur für sich alleine!

Auf geht es nun nach 2018, mit großen Schritten und viel Motivation. Die ersten Termine für Wettkämpfe sind auf alle Fälle schon gebucht: 8. April Freiburg und 23. September Neu-Ulm, jeweils ein Halbmarathon. Also dann, Sport frei!, auf ein tolles Jahre 2018.

Sonntag, 24. Dezember 2017

Weihnachtslauf

Heute, zur Feier des Tages, bin ich eine etwas längere Strecke gelaufen. Beachtliche 16 km sind es geworden - fast zumindest :)


Los ging meine Runde zu Hause, also in Aach-Linz. Dann weiter Richtung Sahlenbach. Ich wollte heute mal wieder eine ganz neue Runde probieren.


Das Wetter eher trüb wie eine Kartoffelsuppe :) Eigentlich kein schönes Wetter für Draußen, eher fürs Sofa. Aber egal, wat mut dat mut. Also weiter an Sahlenbach vorbei, durch Mühlhausen in Richtung Ebratsweiler.


Und hier mal zur Abwechslung ein "Fundstück": eine Hose wurde wohl gefunden und auf einen Schneestab gesteckt, falls der, der sie verloren hat, zurück kommt und sie sucht. Naja, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie man eine Jeanshose verlieren kann, in der Jahreszeit, aber wird wohl schon einen Grund gehabt haben :)


Weiter ging die wilde Tour, über Ebratsweiler Richtung Herdwangen bzw. in Richtung Wald. Dort kam ich am  Landgut Birkenhof vorbei.


Im Verbindungsstück zwischen der Straße Herdwangen-Stockfeld und Ebratsweiler ging es durch den Wald. Hier lag stellenweise noch richtig viel Schnee, man musste aufpassen, denn der Schnee wurde langsam aber sicher Matschepampe und es war äußerst rutschig.


Dann wieder Stellen im Wald, die einfach nur wunderschön anzusehen waren, wie diese hier. Man hörte das Bächle rauschen und beim hinsehen kam man ins Träumen.


Die nächste Gabelung brachte mich zum grübeln. Soll ich nach rechts oder geradeaus? Beides würde mich wohl mehr oder weniger zum Ziel bringen. Ich entschied mich dafür, geradeaus zu laufen und wollte mich überraschen lassen, wo der Weg endete und auf die Straße mündete.


Eine gute Entscheidung, denn sonst wäre ich sicher nicht durch dieses Stück "Märchenwald" gekommen. Ist das nicht zauberhaft? Der gesamte Waldboden und ein Teil der Baumstämme mit Moos bedeckt, grasgrün, als wäre eben Frühling geworden. Eine Augenweide!


Der Waldweg mündete dann auf halber Höhe zwischen Stockfeld und Herdwangen auf den Radweg. Etwas unterhalb der Stelle, an der ich ursprünglich rauskommen wollte, aber auch gut. Dann weiter zum Grillplatz, unten in der Senke, kurz vor Stockfeld.




Kurze Orientierung an der Wandertafel und dazu entschieden, den Weg in Richtung Lautenbach wieder durch ein Waldstück zu nehmen. Den Aufstieg habe ich gehend bewältigt, das brachte mich auch schon ganz schön aus der Puste. Die Wege auch hier anstrengend, da alles matschig war. Man hätte manche Teilstücke denken können, man mache eine Wattwanderung, fühlte sich an wie Schlick. 

Und dann dieses tolle Bild. Wie eine Filmkulisse, einfach beeindruckend und so besonders, anders als nur Baum an Baum und Geröll, wie es sonst in den Wäldern hier im Umkreis ist, um die sich scheinbar keiner richtig kümmern möchte.


Oben angekommen ging es weiter ein Stück an der Straße entlang bis zum Abzweig nach Lautenbach.


In Lautenbach dann dieses kuriose Fundstück, eine Kuh. Ja, auch die vorne links, ich meinte aber eher die hinter mir :) Und ich dachte, Kuh zu Kuh passt doch ganz gut.


In Lautenbach dann weiter in Richtung Sahlenbach. Hier war zum Glück der Weg wieder geteert, so dass man festen Untergrund unter den Laufschuhen hatte.


Am Ende waren es fast 16 km, die mich meine Füße getragen hatten, in etwas mehr als zwei Stunden bewältigt. Die Knie schmerzten ein wenig, zumal ich im Wald einmal etwas ins Rutschen kam und mir das rechte Knie ein wenig verrissen hatte. In der spontanen Reaktion überdehnte ich mir das Knie, aber halb so schlimm. Etwas langsamer weiter und ich kam doch recht gut zu Hause an. Dann gleich Kühlung in Form von Pferdesalbe und alles wird gut......

Den Schuhen hat man die lange Reise angesehen, die Reise durch Schlamm, Schneepampe und über nicht befestigte Pfade. Die müssen morgen erst einmal gesäubert werden.


Ja, so kann man Heiligabend verbringen finde ich. So ist es für mich entspannt und der Lauf hat mir einen freien Vormittag beschert, ohne Arbeit und ohne Stress. Ist fast schon wie Urlaub :) Mal sehen, was die nächsten Tage so bringen. Da mein Mann jetzt zwei Wochen zu Hause ist, wird sicher die ein oder andere Lücke im Tag zum Laufen genutzt werden.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Rückblick auf die letzte Laufwoche KW 50

Mein Gott, wie doch die Zeit vor Feiertagen verrinnt, gerade an Weihnachten, das Jahr fast erledigt, jagt ein Termin den nächsten. Nicht einmal Zeit für den Blog habe ich, denn hier auf der Festplatte schlummern noch die Bilder meiner Läufe der letzten Woche.

Unterwegs war ich am Freitag und am Sonntag. Und an beiden war eine Sache ganz groß geschrieben:


Freitag lag noch der Rest der Woche und am Sonntag schneite es nochmal so Richtig was drauf. Das gab mir die Gelegenheit, bereits am Freitag meine neuen Laufschuhe auszuprobieren.


Ich hatte mich vor kurzem dazu entschieden, mir ein paar Trailschuhe zu holen, da diese ein besseres Profil besitzen und mehr Grip haben. Mit den normalen Laufschuhen hat man oft wenig halt in der kalten und schneereichen Jahreszeit. Tagelang habe ich mich damit befasst und dann einen Schuh gefunden, der es werden sollte: der Saucony Xodus ISO. Er hat ein sagenhaft gutes Profil und super Grip.


Und er hat sich inzwischen auch bewährt, selbst auf gefrorenen und zugeschneiten Straßen wie hier auf der Anhöhe nach Aftholderberg.


Am Freitag wie gesagt durfte der Schuh das erste mal mit auf ein Läufchen. Ich hatte am Vormittag leider nicht mehr viel Zeit, nur eine knappe Stunde, daher war es eher eine kleine Runde. Aber was solls, besser als nix sag ich da nur.


Die Strecke führte mich am Freitag von Aach-Linz über den Haigehof, bei strahlendem Sonnenschein


vorbei am Baggersee in Richtung Tautenbronn


und dort dann wieder zurück Richtung Aach-Linz. Dummerweise war da alles so hektisch und so hatte ich meine Sonnenbrille vergessen. Fatal, gerade im Winter, denn der Schnee blendete mich sehr.


Also, Memo an mich: immer an die Sonnenbrille denken. Meine tönt sich ja selbst je nach Lichteinfall ab, insofern kann ich sie gut auch an nicht so sonnigen Tagen tragen.

Dann bin ich am Sonntag vor dem Frühstück noch eine Runde gelaufen. Die fiel ein wenig größer aus, da hatte ich zeitlich nicht so den Druck.

Knapp 12 km sind es am Ende geworden.

Losgelaufen bin ich wieder in voller Montur. Ohne Wärmeutensilien wie Handschuhe, Mütze, Schal und Sturmhaube geht es derzeit nicht.


Die Runde führte mich diesmal über Tautenbronn, Aftholderberg, Pfullendorf, zurück nach Aach-Linz. Das Wetter traumhaft schön. Es lag Schnee, der unter den Füßen knirschte und war windstill. Schöner geht es kaum.


Auf dem Weg nach Tautenbronn habe ich mich experimentell auf neue Pfade gewagt.


Rechts weg nach Tautenbronn, das sollte mein Weg werden. Der Weg führte fern ab des eigentlichen Weges über ein Waldstück.


Kurzer Aufstieg und dann wieder auf ebener Strecke Richtung Ortsmitte Tautenbronn. Vorbei an einem Tauwassersee :) Pack die Badehose ein sag ich da nur.......


Wieder was neues gesehen, wieder eine neue Strecke "gewagt". Am Ende des Laufes riss dann noch der Himmel auf und es war richtig toll zum laufen.


Mit diesem Bild verabschiede ich mich für diese Woche. Wobei, Sonntag steht ein längerer Lauf auf dem Plan, vielleicht reicht es dann ja nochmal auf einen Post. Wenn nicht, allen, die das hier lesen ein schönes Weihnachtsfest, hoffentlich ruhige Festtage und gutes Laufwetter!

Mittwoch, 13. Dezember 2017

wenn der Süßzahn plagt...

Also wenn mich der Süßzahn plagt, dann laufe ich hier bald Amok. Ich bin krampfhaft auf der Suche nach etwas, was mich in dem Moment befriedigen kann, möchte aber wiederum nichts essen, was mir einen Schwimmring besorgt. Also mussten schon vor längerer Zeit Ersatzdrogen her und ich hatte begonnen mit der Low-Carb-Bäckerei.

Letzten Sonntag hatte sich meine große Tochter endlich mal wieder angekündigt und da ich weiß, dass die mit ihrem Papa immer gerne süß isst und immer sehr tortige Torten mitbringt, wollte ich für mich zumindest eine Alternative auf dem Kaffeetisch stehen haben. Seeeeeeehr kurzfristig meine Gedanken, nix im Haus gehabt. Denn für diese Art von Bäckerei sollte immer allerhand Besonderes im Haus sein, da kommt man nicht aus mit einem Kilo Weizenmehl und etwas Butter, Zucker und Kram. Kurzer Rundumblick in der Vorratskammer und die echt alten Bananen entdeckt. Nüsse & Co habe ich sowieso stets im Haus, die mag ich im Müsli genauso gerne wie im Salat. Also eine Art Bananenkuchen gebacken.


Der Kuchen geht fix. Ich hatte drei überreife Bananen zur Verfügung, etwas Sonnenblumenkern, eine Hand voll Kürbiskerne und im Schrank stand noch ein wenig Kürbiskernmehl. Hier mal die grobe Zusammenfassung dessen, was im Kuchen ist:

- drei überreife Bananen
- eine Hand voll Kürbiskerne
- eine Hand voll Sonnenblumenkerne
- eine Hand voll Haferflocken kleinblättrig
- eine halbe Tüte Backpulver
- vier Esslöffel Kürbiskernmehl (geht auch anderes Low-Carb-Mehl)
- zwei Esslöffel Kakao-Naps (alternativ geht auch geriebene Bitterschokolade)
- ein wenig Zimt (wer mag)

Die Bananen zerdrückt, Haferflocken, Saaten und Mehl untermischen, Backpulver ebenso und die Kakaosplitter und den Zimt. Die recht dünne Masse dann in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform oder auch in Silikonförmchen bzw. als Häufchen direkt aufs Blech und backen. Je nach Variante, bei den Häufchen nur etwa 10-12 Minuten, bei Muffins oder Kuchen gut 20-30 Minuten. Mein Kuchen war eine halbe Stunde im Ofen und hat am Ende noch eine Haube aus Puderzucker bekommen. Der Kuchen war so lecker, dass sogar alle anderen davon probierten. Wem das nur durch die Süße der Bananen noch nicht süß genug ist, der kann noch Zuckerersatz dazu geben. Auch bei den Gewürzen lässt sich variieren, wer z.B. kein Zimt mag, nimmt einfach Vanille oder andere Aromen. Zu Banane passt fast alles. Mit Kakaopulver (stark entölt aus dem Reformhaus) wird der Kuchen schön schokoladig. Hier braucht es dann aber noch etwas Milch (geht auch Hafer- oder Sojamilch), da sonst die Konsistenz des Kuchens sehr fest wird.

Er lässt sich danach perfekt in Stücken geschnitten einfrieren. Portionsweise entnommen und kurz für 30 Sekunden in die Mikrowelle und auch Tage später hat man noch etwas fast sündenfreies zum Kaffee. Genau mein Geschmack! Und ich kann so gut überlagerte Bananen verarbeiten, muss hier also nichts wegschmeißen. Im Kuchen schmeckt die Banane im übrigen nicht vordergründig, spielt eher eine Nebenrolle. Das nur für die, die im Grunde Banane an sich nicht so gerne mögen.

Montag, 11. Dezember 2017

Rückblick auf die Laufwoche 49

So, wieder eine Woche ins Land gegangen und zumindest - wenn auch wenig - konstant gesportelt. Donnerstag war wieder Kraft angesagt, eine Runde mit Bettina im Sportcenter Barz gedreht. Ich sag nur Multipresse! Noch heute sind die Beine schwer wie Blei :) Egal, der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und es gibt einfach nix besseres als dieses Gerät, will man einen super Hintern und tolle Beine haben.

Dann musste ich eine Entscheidung treffen: Samstag oder Sonntag laufen. Ich hab mich - im Nachhinein was für ein Glück - für Samstag entschieden. Irgendwie war eigentlich gar keine Zeit, wir haben heute Umsatzsteuer-Abgabetermin und bei mir stapelt sich die Terminarbeit. Aber egal, Laufen ist ein Muss, ohne Wenn und Aber, ohne Ausrede - also los.


Im Moment laufe ich einfach los, schaue dann, wo die Reise hin geht und wie ich laufe. Doch ich schaue immer, dass die Strecke ein wenig variiert. Da ich derzeit ohne meine Steffi (schnief, schnief) laufen muss, wird es mir immer mit derselben Strecke langweilig und ich verliere vermutlich gänzlich die Lust am Laufen. Memo an Steffi: loooooooooooos, pack die Laufschuhe aus und lauf wieder mit!

Im Winter muss man echt aufpassen, dass man nicht aus Versehen in eine Demo gelangt. Auffallen würde man da nicht...........


Aber anders geht es irgendwie nicht. Gerade der Kopf ist bei mir im Winter mega empfindlich, ich kann Kälte an Ohren und im Gesicht überhaupt nicht gebrauchen, das macht mich mürrisch. Das neue Tuch ist eine Sturmhaube, die sich vorne am Mundteil nach unten klappen lässt. Gerade, wenn man Spaziergängern, Reitern oder anderen Läufern begegnet, finde ich es unhöflich, durch die Haube ein "Hallo" zu nuscheln und mich nicht zu zeigen. Auch drückt mit der Haube nix mehr an den Ohren. Die letzten Male hatte ich Stirnbänder und muss sagen bäh, das war gar nicht angenehm am Ohr. Hier ist alles eingepackt und nirgends zieht es rein. Perfekt für mich!

Die Reise führte mich von Aach-Linz über Sahlenbach, Lautenbach, Egg, Aftholderberg, Tautenbronn und wieder zurück.


Als ich Sahlenbach raus und den Berg hoch Richtung Lautenbach gelaufen bin, fing es schon an, etwas stürmischer zu werden und leicht zu schneien. Der Himmel war noch voller Wolken. Nicht mein Wetter! Weiter ging es Richtung Lautenbach, vorbei an reissenden Flüssen :)


Landschaft ist doch was tolles und wir hier leben ja direkt darin, Landschaft wohin man schaut. Das bestätigt mich darin, dass ich auf dem Land wohne und nicht in lauter Betonbauten in der Stadt, wo ich stundenlang gehen muss, um ein Fleckchen Landschaft zu finden. Ja, hier ist es schön!

Nicht vergessen: immer wieder ein kurzer Blick auf die Uhr, immerhin haben wir einen Auftrag, lange Läufe in GA1. 


Haha, wie witzig. Das schaffe ich nicht. Ehrlich, ich habe ja schon einen Puls von 80% HFmax, wenn ich morgens im Bettchen die Äuglein öffne. Skorpion eben, durch und durch. Aber ich arbeite daran :) und gut Ding will Weile haben.

Also weiter, Lautenbach passiert und über die Anhöhe in Richtung Egg. Dort wieder einen wunderschönen Blick erhascht, auf eine Herde Pferde. Das ist so unbezahlbar, diese Dinge auf einem Lauf zu sehen.


Noch die letzte Anhöhe genommen und den Weg nach Aftholderberg erklommen und hier noch einen schönen Moment festgehalten: eine Weihnachtskrippe vor dem Rathaus:


Weiter ging es nach Tautenbronn und was sehen meine müden Augen? Jaaaaaaaa, die Sonne schiebt sich durch die Wolken und würde glatt blenden, hätte ich nicht meine superduper selbsttönende Laufbrille von adidas auf der Nase.


Der Himmel riss auf und für einen kurzem Moment hatte man das Gefühl, der Winter ist gegangen und das Frühjahr kommt. Wunderschön! Perfektes Laufwetter!


So, das war mein Laufsamstag. Und nachdem hier dann am Sonntag wettertechnisch der Bär gesteppt hatte und wir gestern bestimmt 20 cm Neuschnee bekommen haben, war ich froh, dass ich Samstag laufen war. Heute müssten dann noch meine Winterlaufschuhe kommen. Es sind wieder ein paar von Saucony geworden, denn dieses Paar ist derzeit mein Favorit. Mit denen laufe ich einfach immer ohne Probleme. Bin mal gespannt, wie die neuen sich so anstellen auf kalter und nasser Straße, ob der Grip ein wenig besser ist als bei den Triumph ISO. 

Sonntag, 3. Dezember 2017

Meine Laufwoche KW 48

Wieder ist eine Woche ins Land gegangen und rückblickend lief die Woche sportlich betrachtet gar nicht so schlecht.

Dienstagvormittag war meine Daggi da, die zusammen mit einer Freundin und mir eine Stunde EMS gemacht hatte. Wunderbar, so schön entspannend und doch ertragreich. I love it!!! Am Nachmittag ging es mir dann gesundheitlich überhaupt nicht gut, Hals, schlapp und all das, was dazu gehört. Also abendliche Trainingsverabredung mit Bettina abgesagt. Aber ich habe dem Virus wohl den Stinkefinger gezeigt, denn schon am Mittwoch ging es mir wieder super. Also Donnerstagabend zum Training mit Bettina, Kraft an den Geräten. Gut 90 Minuten sind es am Ende wieder geworden und ein gutes Gefühl blieb zurück.

Gelaufen bin ich diese Woche, sieht man von den 25 Minuten Laufband am Donnerstag mal ab, nur gestern. Hier aber eine schöne Runde morgens noch vor dem Frühstück.

Der Weg führte mich von Aach-Linz über den Haigehof, Pfullendorf, Aftholderberg angekratzt, Tautenbronn und zurück. Das Wetter war - naja, sagen wir mal so - eher bescheiden.


Kalt, kalkt, kalt. Doch die Kälte - lt. App waren es immerhin -5 Grad - war gar nicht so schlimm, eher der eisige Wind. Puuuuh, der wehte an manchen Stellen ganz schön um mein Näschen, dass selbst auch die Jacke und Winterlaufhose von Asics nicht genug zu sein schien.


Wichtigste Begleiter beim Laufen sind bei mir neben einem Mund- und Kopfschutz auch noch meine Handschuhe. Die hatte ich mir kurzerhand in Bregenz auf der Sportmesse gekauft, die möchte ich nicht mehr missen. Aber auch die selbsttönende Sportbrille ist für mich ein unverzichtbares Utensil. Man mag nicht glauben, wie wichtig der Sonnenschutz auch im Winter ist. Ich glaube, ohne gehe ich auch gar nicht mehr zum Laufen, denn sie tönt je nach Wetterlage und so muss man nie mehr die Augen kneifen. Herrlich! Da kann ich nur ein freundliches DANKE an Herrn Gronbach, den liebenswürdigsten und kompetentesten Optiker rund um den Bodensee, weitergeben.



Doch trotz des Wetters bin ich gelaufen, und glaubt mir, nach etwa 2 km war ich drauf und dran, umzudrehen. Vereiste Wege, schrecklicher Wind, Schnee - das ist einfach nicht meine Jahreszeit.


Als ich über den Haigehof lief, blies der Wind so fies, mitten ins Gesicht, das war kaum auszuhalten. Doch dann den Berg runter, am Kieswerk vorbei, ein kurzer Blick und die wunderbare Farbe des nun neu entstandenen Sees war Entschädigung für alles, was auf den ersten zwei Kilometern so besch... war.


Weiter ging es dann wie gesagt über Pfullendorf, Kasernenstraße, Flugplatz. Dort schien der Himmel aufzureissen, doch die Sonne hatte ihre liebe Müh, sich durchzusetzen und blieb daher auch weitgehend versteckt hinter den Wolken.


Wieder in Aach-Linz angekommen, empfing mich am Ortsschild ein wunderschön geschmückter Baum. Daran merkt man, Weihnachten ist nun nicht mehr weit. Der Baum steht nicht etwa in irgendeinem Vorgarten, nein, auf freiem Feld. Ob das wohl die Kindergartenkinder waren? Ich kann mich an solchen Nettigkeiten jedenfalls erfreuen und liebe diese schönen Anblicke beim laufen.


Am Ende hatte ich eine hübsche Runde geschafft und war stolz auf mich, dass ich mich vom Wetter habe nicht runterziehen lassen.


Ich wollte "yeah" ja eigentlich in den Schnee pinkeln, hab dann aber bemerkt, dass es den Männern vorbehalten sein sollte und doch die Finger genommen :)))) und es einfach nur rein geschrieben.

So, nun schauen wir mal, wie die Winterlaufsaison so weitergeht. Ich für meinen Teil bin motiviert, obwohl ich schon sagen muss, dass mir meine Lauffreundin Steffi sehr fehlt. Zu zweit sportelt es sich doch etwas leichter......